Das Schöne: Der Einstieg in diese Handwerkskunst ist einfach, auch für Anfängerinnen und Anfänger. In diesem Beitrag erhalten Sie eine ausführliche Anleitung, wie Sie mit Laubsägearbeiten beginnen können. Von der Auswahl geeigneter Motive über die richtigen Werkzeuge bis hin zur Umsetzung Ihrer ersten Projekte.
Laubsägen verbindet Kreativität mit handwerklichem Geschick. Es ist eine ruhige und zugleich erfüllende Beschäftigung, die Konzentration fördert und sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet ist. Außerdem sind die Materialkosten gering, und die benötigte Grundausstattung passt bequem in eine Schublade.
Besonders in der Adventszeit oder an verregneten Nachmittagen ist das Laubsägen eine sinnvolle Alternative zu digitalen Medien, mit dem schönen Nebeneffekt, etwas Eigenes mit den Händen geschaffen zu haben.
Zu Beginn sollten Sie sich für einfache, klar strukturierte Motive entscheiden. Kleine Formen mit wenigen Details, wie Sterne, Herzen oder Tannenbäume, eignen sich ideal für erste Versuche. Diese können entweder selbst gezeichnet, aus Vorlagen abgepaust oder als kostenlose Laubsägemotive aus dem Internet heruntergeladen werden.
Tipp: Nutzen Sie unsere kostenlosen Laubsägevorlagen für Fensterbilder oder Ostermotive für den ersten Einstieg. Diese sind als PDF verfügbar, lassen sich einfach ausdrucken und direkt auf das Holz übertragen. Achten Sie dabei auf runde Linienführungen und vermeiden Sie enge, eckige Ausschnitte, diese sind später schwieriger zu sägen.
Für den Einstieg benötigen Sie nur wenige, dafür aber geeignete Werkzeuge und Materialien. Hier ein Überblick über die wichtigsten Utensilien:
Nachdem Sie sich für ein Motiv entschieden haben, drucken Sie es auf normalem Papier aus. Anschließend wird die Vorlage mithilfe eines Klebestifts oder Sprühklebers auf das Sperrholz aufgeklebt. Wichtig: Achten Sie auf eine saubere Haftung, damit sich die Vorlage beim Sägen nicht ablöst.
Das zu bearbeitende Sperrholz wird auf das Laubsägebrettchen gelegt und mit der linken Hand (für Linkshänder rechte Hand) geführt. Dieses Brett verfügt über einen Ausschnitt in der Mitte und wird mithilfe einer Schraubzwinge an einem stabilen Tisch befestigt. So liegt das Holz sicher und lässt sich problemlos bearbeiten.
Spannen Sie das Laubsägeblatt in den Sägebogen ein. Dabei zeigt der Griff nach unten, ebenso wie die Zähne des Sägeblatts. Um eine gute Spannung zu erreichen, drücken Sie den Bügel leicht zusammen, bevor Sie das Blatt auf der gegenüberliegenden Seite fixieren. Ein hoher, klarer Ton beim Anzupfen zeigt, dass das Blatt richtig gespannt ist.
Beginnen Sie mit Außenkonturen. Führen Sie die Säge in ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen auf und ab. Vermeiden Sie seitlichen Druck, das Sägeblatt könnte brechen oder sich verkanten. Für Ausschnitte im Inneren des Motivs bohren Sie an geeigneten Stellen kleine Löcher, durch die das Sägeblatt geführt wird.
Bei innenliegenden Schnitten müssen Sie das Sägeblatt oben aus dem Bügel lösen, durch das gebohrte Loch schieben und wieder befestigen. Das erfordert etwas Übung, gelingt aber mit der Zeit zunehmend besser.
Ist das Motiv vollständig ausgesägt, entfernen Sie die Papierreste vorsichtig. Bei Bedarf auch mit einem feuchten Tuch. Anschließend schleifen Sie die Kanten mit feinem Schleifpapier ab, um Splitter zu entfernen und eine glatte Oberfläche zu erhalten.
Wer mag, kann die Motive anschließend bemalen, beizen oder mit Klarlack behandeln. Auch kleine Aufhängungen oder Standfüße lassen sich leicht ergänzen.
Laubsägen ist ein vielseitiges und zugleich entspannendes Hobby, das für jedes Alter geeignet ist. Mit etwas Geduld, einfachen Werkzeugen und Freude am Gestalten lassen sich schnell erste Erfolge erzielen. Ob für den Eigenbedarf oder als Geschenk: Selbst gemachte Holzarbeiten haben eine besondere Ausstrahlung und sind Ausdruck persönlicher Kreativität.
Nutzen Sie den Einstieg, um Erfahrungen zu sammeln und erweitern Sie Ihr Repertoire Schritt für Schritt.